Route und Kosten

Im zweiten Teil meines Berichts von einer Reise durch Patagonien mit einem gemieteten Bus will ich dir nun unsere Route zeigen und dazu die genauen Kosten veröffentlichen.

 

Hier gehts zum ersten Teil mit allen Infos

Route

Wir sind -wie schon im ersten Teil meines Berichts erwähnt- in Santiago de Chile gestartet. Der Verkehr in der Stadt ist natürlich etwas herausfordernd aber trotzdem gut machbar. Von da aus sind wir die Autobahn nach Süden gefahren. Hier gibt es auch immer wieder Copec-Tankstellen auf dem Weg. Da wir erst am Nachmittag losgefahren sind, sind wir nur bis nach San Rafael gefahren, dies liegt etwas nördlich von Talca (wo es grosse Supermärkte gibt). Dort haben wir an einem kleinen Fluss übernachtet.

Am nächsten Tag sind wir viele Kilometer nach Villarrica gefahren. Dies liegt am See, wo auch der etwas bekanntere Ort Puno liegt. Von hier aus sieht man wunderschön über den See und einen Vulkan.

Danach sind wir ein bisschen auf der Route der 7 Seen gefahren und haben dann in Entre Lagos die nächste Nacht verbracht. Hier sind wir das erste Mal auf einen Campingplatz, da wir mal eine Dusche benötigten.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Argentinien gefahren. Der Grenzübergang hat bestens funktioniert, da wir alle nötigen Papiere dabeihatten. Unser erstes Ziel in Argentinien war Bariloche. Man konnte meinen, man sei in der Schweiz in einem Skiort. Die Stadt selbst fand ich nicht so schön und interessant. Zudem fanden wir auch keinen Platz um kostenlos zu übernachten. So sind wir noch etwas weitergefahren und haben ein schönes ruhiges Plätzchen am See gefunden.

Danach fuhren wir weiter nach Esquel. Auch diese Stadt hat nichts zu bieten aber etwas ausserhalb gibt es einen schönen See, wo man auch problemlos übernachten kann (kein Camping erlaubt).

Danach fuhren wir schon wieder nach Chile, wo unser Van genau durchsucht wurde an der Grenze aber wir hatten ja nichts zu verbergen. Nach einer Nacht in Puyuhuapi (Was nicht wirklich ein schöner Ort ist) und coyhaique (auch nichts Bsonderes) sind wir dann wieder nach Argentinien. Diesen Abstecher via Chile haben wir gemacht, weil uns das von einem anderen Camper empfohlen wurde. Wir finden jedoch nicht, dass es sich gelohnt hat und man kann gut auf der Routa 40 in Argentinien weiter in den Süden fahren.

Von da aus hiess es dann auch nur noch Routa 40 Sur. Die nächste Nacht haben wir bei den Manos Pinturas oder besser gesagt beim Canyon Pintura. Dies ist ein wunderschöner Canyon, abseits von jeglichen Dörfern oder Strassen. Hier wurden auch Höhlenmalereien entdeckt, wo wir eine kleine Tour gemacht haben, weil wir so was noch nie gesehen haben.

Bei diesem Canyon zu übernachten unter dem klaren Sternenhimmel, wo man die Milchstrasse sehr gut sehen kann, war der schönste Ort auf unserer Busreise, wo wir übernachtet haben.

Dann sind wir wieder etwas weitergefahren, immer noch auf der Routa 40, welche übrigens durch ganz Argentinien führt. Auf der Strecke gab es nur eine einzige Tankstelle, welche aber kein Benzin mehr hatte. Wir hatten zum Glück noch genügend im Tank aber ein Motorradfahrer hätte ohne unsere Hilfe einige Tage im nirgendwo verbringen müssen. Dann haben wir in der Ortschaft Tres Lagos übernachtet und auch wieder mal geduscht. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach El Chalten.

Dort haben wir leider die traurige Nachricht erhalten, dass Yanicks Grossvater verstorben ist. Es kam nicht überraschend, weil er schon einige Tage im Krankenhaus verbracht hatte aber trotzdem war es eine schmerzhafte Nachricht. Wir sind die letzten Tage auch relativ weit gefahren, weil wir es ahnten, dass wir evt. bald nach Hause müssen und für diesen Fall wollten wir schon möglichst weit im Süden sein, wo wir unser Van abgeben müssen.

So sind wir an diesem Tag über 900km nach Punta Arenas gefahren. Wir haben ca. 3 Stunden geschlafen und haben am nächsten Morgen Flüge gebucht und haben dann unser Van 1.5 Wochen zu früh abgegeben. Dann sind wir noch am selben Tag nach Santiago geflogen, wo wir eine Nacht verbrachten, bevor wir via Sao Paulo und Lissabon nach Zürich geflogen sind um für Yanicks Familie zu Hause zu sein.

 

Eigentlich hätten wir gerne noch eine Wanderung gemacht, den Perito Moreno Gletscher gesehen und nach Ushuaia gefahren, aber dazu kam es nicht mehr. Aber in dieser Situation wollten wir einfach nur möglichst rasch nach Hause. Diese Ziele können wir auch ein anderes Mal noch ansteuern.

 

So nahm unsere Reise ein nicht so erwartetes Ende. Jedoch werden wir nochmals nach Asien gehen, was ja schon geplant war und da können wir nochmals ein paar Wochen verbringen, bevor es zurück in den Alltag geht.


Kosten

Was?

Argentinien

Chile

     

Campingplätze

160 ARS (1 Übernachtung)

28'000 CLP (3 Übernachtungen

Tanken und Strassengebühren

3'220 ARS

160'160 CLP

Essen

1'221 ARS

99'343 CLP

Sonstiges (Einkauf, Eintritte)

500 ARS

52'600 CLP

Total

5'101 ARS = 239.90 CHF

340'103 CLP = 530.70 CHF

 

Wer mitgerechnet hat kommt auf ein Total von 770.60 CHF und dies haben wir in 11 Tagen ausgegeben. Klar, dann kommt natürlich noch die Busmiete für 1'302'475 CLP = 2032.40 CHF dazu. Dies war jedoch der Preis für 21 Tage, welche wir aber nicht benutzt haben.

Wenn ich alles inkl. Busmiete auf den Tag ausrechne, komme ich auf ein Tagestotal von 167 CHF für 2 Personen. Somit lag das ganz knapp über meinem vorgenommenen Tagesbudget von 80 CHF pro Person. Ob es günstiger kommt, wenn man sich einen Van mietet oder mit den öffentlichen Verkehrsmittel reist und in Hostels übernachtet weiss ich nicht. Jedoch fand ich, dass die Preise, desto südliches wir kamen teurer wurden. So bezahlst du rasch 20 CHF für ein Bett in einem Mehrbettenzimmer von einem Hostel.

Wie du an unserem Beispiel sehen kannst, eine solche Reise ist nicht kompliziert und die Kosten halten sich im Rahmen. Natürlich kann man auch auf so einer Reise mehr Geld sparen oder auch mehr ausgeben. 

 

Auch wenn ich ehrlich gesagt zu Beginn etwas verunsichert war, was die Kosten angeht oder ob wir das schaffen, einfach so herumzufahren, ohne Plan und ohne Kenntnisse, falls wir eine Panne haben werden muss ich gestehen, dass sich dieses Abenteuer absolut gelohnt hat und ich würde es wieder mal machen. 

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