Böötle auf der Limmat

Die Schweiz ist ja eigentlich das perfekte Land, nur das Meer fehlt!

Aber die Schweizer Seen und Flüsse können ja auch einiges bieten. Vor 2 Wochen war ich zum Beispiel auf der Limmat "böötle". "Böötle" ist ein schweizerdeutscher Ausdruck, welcher eigentlich bedeutet, mit einem Schlauchboot, Schwimmreifen oder Luftmatratze sich im Wasser treiben zu lassen. 

Dieses Abenteuer kostet dich im Idealfall keinen Rappen. Du brauchst nur ein Zugticket  (was du ja vielleicht schon besitzt) und eine aufblasbares Gefährt. Wenn du kein trendy Gummi-Einhorn oder einen "Zürisee-Reifen" (keine Werbung,aber so ein Reifen kostet nur 10 CHF) besitzt, kannst du dies sehr günstig überall kaufen oder mal in deinem Bekanntenkreis rumfragen. Die meisten haben so was doch irgendwo im Keller vergraben.

Sonstige Dinge, die ganz praktisch sind:

-Wasserfester Beutel (damit deine Kleidung, Handy und Zugticket trocken bleiben)

-Getränke

-Snacks

-Sonnencreme

-Sonnenbrille (nimmt nicht deine Teuerste mit)

-Spritzfeste Musikbox

-Freunde, die den Spass mitmachen

 

Der Start befindet sich mitten in der Stadt Zürich. Dafür fährst du mit dem Zug am besten zur "Hardbrücke" da läufst du ein paar Minuten bis zur Limmat. An einem schönen Tag wirst du bestimmt nicht der einzige sein, der seine Gummiente ausführt.

Kleiner Tipp: Deinem Einhorn kannst du auf dem Weg von der Zugstation an die Limmat an der Auto-Waschanlage die nötige Luft einpumpen und im Coop Pronto kannst du dich mit Verpflegung eindecken.

Beim Wipkingerplatz kannst du alles bereit machen und einfach ins Wasser steigen. Creme dich unbedingt mit wasserfester Sonnencreme ein, denn du bist die ganze Zeit der Sonne ausgesetzt.

 

 

 

Nun kann der Spass losgehen. Unterwegs trifft auf die verrücktesten Luftmatratzen und Schlauchboot-Zusammenstellungen. Nach einigen Minuten kommt dann die Höngger Wehr. Es wird immer wieder gewarnt, dass man bald auf der linken Seite aus dem Wasser muss. Achte dich bei starker Strömung darauf, dass du früh genug links hältst und rechtzeitig aus dem Wasser kommst. Dann musst du dein Schlauchboot kurz aus dem Wasser nehmen, über 2 Absperrungen tragen und du kannst nach der Wehr wieder ins Wasser springen.

 

Langsam wirst du merken, wie du aus der Stadt kommst, denn es werden weniger Häuser und die Ufer werden grüner. Nun kannst du es dir gemütlich machen und dich treiben lassen.

 

Endstation ist dann in Dietikon. Auch hier wird immer wieder gewarnt, dass man bald raus muss und hier ist dann wirklich Schluss. Du kannst bei der Badi, direkt am Bahnhof aus dem Wasser, dort auf der Wiese alles zusammenpacken und dann am Bahnhof den Zug zurück nach Zürich nehmen.

 

Die ganze Fahrt dauert je nach Strömungen 2-2.5 Stunden und kostet dich im Idealfall keinen Rappen.

 

Natürlich kann man nicht nur auf der Limmat böötlen, es gibt noch viele weitere Flüsse in der ganzen Schweiz, wo es sich anbietet sich im Wasser treiben zu lassen.

 

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