Krugerpark mit dem Mietauto

Zu unserer Hochzeitsreise wollten wir etwas machen, was wir noch nie gemacht haben und so entschieden wir uns für eine Safari in Südafrika. Der wohl bekannteste Ort hierfür, der Kruger Nationalpark. Ich muss gestehen, noch nie war ich so unvorbereitet auf eine Reise gewesen aber die Hochzeit hatte da mehr Priorität, deshalb wurden wir manchmal ein bisschen überrascht.

 

 

Wir flogen mit der AirFrance via Paris nach Johannesburg und mieteten dort ein Mietauto. Wir buchten keinen Jeep oder so was, sondern einen ganz normalen Kombi. Die Haupt-Strassen sind nämlich auch im Kruger Park geteert und so braucht man wirklich keinen Jeep. Der einzige Vorteil wäre, dass man etwas weiter oben sitzt und so etwas weiter sieht. Ich war aber ganz zufrieden mit unserem Auto.

 

Wir fuhren Frühmorgens von Johannesburg los, jedoch nicht direkt in den Krugerpark sondern wir machten einen kleinen Umweg, was ich jedem empfehlen kann. Wir fuhren ca. 4 Stunden zum Blyde Canyon, wo wir auch im "Blyde Canyon a Forever Resort" übernachteten. Es hat sich definitiv gelohnt, denn die Aussicht über den Canyon ist super schön. Die Einrichtung der Hütten ist eher einfach und man fühlt sich wie in einer Ferienwohnung in den Bergen.

 

Manyeleti Game Reserve

Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter zum Shalati Safari Camp. Wir benutzten Google Maps und dieses führte uns jedoch in ein ganz kleines Dorf, irgendwo im niergendwo, weit und breit kein Nationalpark. So mussten wir im Internet etwas recherchieren und riefen schlussendlich da an, was Yanicks Handyrechnung in die Höhe trieb. Es stellte sich heraus, dass der Standort von Google ca. 1 Autofahrtstunde von dem eigentlichen Ziel entfernt ist. Irgendwann fanden wir dann das Camp, welches direkt am Manyeleti Game Reserve liegt. Bei unserer Ankunft stand der Jeep für unsere 1. Sunset Safari schon bereit und es ging direkt los. Wir waren ab allem begeistert, freuten uns über jeden Vogel oder Impala, welche wir noch zu tausende sehen werden. Bald schon sichteten wir auch schon die ersten Elefanten. Dann gab es zum Sonnenuntergang einen kleinen Apéro und da erwähnte unser Guide, dass wir nachher den Löwen sehen werden. Wir waren etwas skeptisch, aber tatsächlich fuhren wir dann in der Dunkelheit durch den Park und fanden hinter einem Baum 2 Löwen, welche gerade ein Tier gerissen hatten und dieses nun verzerrten. Es war ein unglaublicher Moment, denn wir waren nur etwa 5 Meter von den Löwen entfernt.

Wir waren 2 Nächte im Shalati Safari Camp und haben total 3 Pirschfahrten gemacht, wobei wir sehr viele Tiere gesehen haben. Der Menyelepi Park ist nicht so gross aber man sieht wirklich sehr viele Tiere.

 

Nach 2 Tagen fuhren wir dann weiter zum Kruger Park. Der Weg führte uns durch den Menyelepi Park, welcher man gut auch mit dem Auto befahren kann. Man zahlt zwar Eintritt (kann mich nicht mehr genau erinnern wie viel aber es waren nur ein paar Franken) und die Strassen sind nicht geteert. Mit Google Maps fanden wir den Weg auch ohne uns zu verfahren und wir haben zwischendurch noch sehr viele Tiere gesehen, obwohl wir ein niedriges Auto hatten. Als dann eine Elefantenherde an uns vorbeigelaufen ist, war uns schon etwas mulmig, aber es war ein sehr cooles Gefühl, im eigenen Auto durch so einen Park zu fahren.

 

 

 

Krugerpark

Orpen Gate zum Satara Camp gefahren, um dort was zu Essen und dann sind wir weiter zu unserer Luxusunterkunft der  Rhino Post Safari Lodge. Auf dem Weg dorthin haben wir schon sehr viele Tiere gesehen, sogar ein grosses Löwenrudel haben wir gesehen und da bemerkten wir den Unterschied zum Menyelepi Park. Beim Löwen waren wir da ganz alleine, im Krüger sind 20 Autos vorne dran. Das haben wir jedoch nur bei diesen Löwen so erlebt.

 

Rhino Post Safari Lodge

Die Übernachtung in der Rhino Lodge haben wir als Hochzeitsgeschenk erhalten und es war wunderschön. Wir hatten ein Zimmer gleich am Fluss, welcher jedoch trocken war und so kamen nur mal ein paar Impalas vorbei. Es kommt aber immer mal wieder vor, dass sich Elefanten oder auch andere Tiere am oder im Fluss bewegen. Die Safaris, welche wir von der Lodge aus inklusive hatten waren leider nicht so erfolgreich, wie die im Menyelepi Reserve. Wir haben nicht besonders viele Tiere gesehen.  Trotzdem war es spannend, aber auch sehr kalt. Wir haben schon gewusst, dass es in der Nacht kälter wird, aber mit 4 Grad morgens um 5 hätten wir doch nicht gerechnet. Zum Glück gab es auf den Pirschfahrzeugen immer genügend Wolldecken, mit denen wir uns gut eingedeckt haben.

 

Leider waren wir nur für eine Nacht in der Lodge und so fuhren wir Mittags weiter in den Süden, zum Crocodile Gate, wo sich unsere nächste Unterkunft befand. Das Foxy Crocodile Bush Retreat befindet sich am Rande des Krugerparks im Merloth Park. Der Park besteht wohl nur aus Unterkünften. Unsere Unterkunft war sehr schön. Ein riesiges Zimmer mit einem grossen und schönen Aussenbereich erwartete uns.  Im Garten kamen auch immer wieder ein paar Tiere wie Gnu’s Zebras oder Warzenschweine vorbei. Zudem hatten wir einen tollen Blick über den Crocodile River, wo wir riesige Elefantenherden beobachten konnten. Wir haben nur noch eine weitere Pirschfahrt über die Unterkunft gebucht. Dafür mussten wir wieder zum Crocodile Gate fahren (nur für die Pirschfahrt muss man keinen Eintritt bezahlen, dafür parkiert man vor dem Gate). Wir waren etwas enttäuscht, als wir das Pirschfahrzeug gesehen haben, denn es war nicht ein Jeep, wie wir es bisher kannten sondern eher ein Lastwagen, wo um die 30 Menschen Platz fanden. Unser Fahrer Etienne hatte nicht die besten Augen oder war einfach mehr auf sein Sandwich konzentriert als auf Tierbeobachtungen. Ich war jedoch froh, dass wir nicht wegen jedem Impala angehalten hatten. Und siehe da, Etienne hatte Glück und ein Gepard ass direkt am Wegrand sein Abendessen. Dann hatten wir auch noch Nashörner, Elefanten und Giraffen gesehen, also eine ganz gelungene letzte Pirschfahrt.

 

Nach 2 Nächten im Foxy Crocodile Bush Retreat fuhren wir dann auch schon wieder zurück nach Johannesburg, wofür wir mit einer kurzen Mittagspause ca. 6 Stunden brauchten.

 

Fazit

Ich fand die Safari sehr spannend und es war wirklich mal was anderes, was wir bisher gemacht haben. Eine Safari ist nicht gerade das günstigste, was man machen kann, aber ich finde, es lohnt sich, diese wunderschönen Tiere mal in ihrer Freiheit zu sehen. Auch Pirschfahrten sind meistens sein Geld wert. Klar, schlussendlich kann niemand garantieren, dass man Tiere sieht, aber wir hatten meistens Glück und wir konnten und auch über Tiere freuen, die nicht zu den Big 5 gehören. Ich sage aber auch ehrlich, dass ich in den nächsten Jahren nicht gleich wieder eine Safari machen muss. Safaris kann man auch sehr gut mit Kindern unternehmen oder auch für ältere Leute, welche vielleicht sogar nicht mehr so fit sind, können eine Safari machen, denn man kann grundsätzlich nur im Auto sitzen.